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Seit nach Weihnachten 2005
Besucher ab 27.12.2005 mögen gesegnet sein

 Über den Dom:

Virtueller Rundgang (360°, drehrum.de)

Erläuternder Text zusätzlich:

Um das Jahr 725 ließ Bischof Bonifatius in einem Ort in Thüringen, genannt Erfurt eine Kirche auf dem Domberg errichten, die als Vorgängerbau des heutigen Domes gilt.

Im Jahr 742 bat der heilige Bonifatius Papst Zacharias um die Bestätigung seiner Bistumsgründung in Erfurt. Noch zu Lebzeiten des Bischofs Bonifatius, der im Jahr 746 Bischof von Mainz geworden war, wurde das Kirchengebiet des ersten Bistums Erfurt in das Bistum Mainz inkorporiert.

1154 begann der Bau einer romanischen Basilika. Dabei wurden die offenbar in Vergessenheit geratenen Gräber der beiden Mitarbeiter des heiligen Bonifatius wiederentdeckt: das Grab des heiligen Eoban Bischof von Utrecht - und des heiligen Adolar, der als erster Bischof von Erfurt verehrt wird. Der spätromanische Bau besaß ein dreischiffiges Langhaus, ein Querschiff und zwei Türme an der Ostseite der Kirche.

Am 25. März 1349 wurde der Grundstein für einen Erweiterungsbau in Richtung Osten der Hohe Chor gelegt. 15 Meter über dem Domplatz wurde auf drei Kelleretagen eine einschiffige hochgotische Halle errichtet, die 1370-1372 fertiggestellt war. Dieser Raum ist bis heute durch die gotischen Fenster geprägt, die von der Heilsgeschichte des Neuen und Alten Testaments und dem Leben der Heiligen erzählen. In einem kunstvoll gestalteten Chorgestühl aus der Zeit um 1350 saßen die Schüler der Domschule und die Lehrer beim Gottesdienst.

Heute wird das Hohe Chor im Osten durch einen Barockaltar von 1697 geprägt, der die wichtigsten Heiligen und Patrone des Thüringer Landes zeigt. 1455 wird an Stelle des dreischiffigen romanischen Baus eine spätgotische Halle errichtet. 1465 konnte hier der erste Gottesdienst gefeiert werden.

Bis heute werden der Hohe Chor und das sogenannte Langhaus von 1455 für die Gottesdienste des Bischofs, Domkapitels, der Domgemeinde und des Bistums genutzt.

Die Kunstwerke erzählen dabei vom Glauben der Vorfahren und die Gläubigen danken ihnen mit ihrem Gebet.Weitere Kunstwerke:

Die Pieta (um 1350) betont durch den kindhaften klein dargestellten Leichnam Jesu die innige Mutter - Kind - Beziehung.

Das Tryptichon Eingornjagd: Die Ankündigung der Geburt Jesu durch den Erzengel Gabriel wird aus der Zeit um 1420 in der Allegorie der Einhornjagd gezeigt. Da das Einhorn nur von einer Jungfrau gefangen werden kann, wird mit dieser Darstellung das Bekenntnis sowohl zur Jungfräulichkeit Mariens, als auch zur Gottessohnschaft Christi abgelegt.

Der Wolfram-Leuchter: Der Bronzeleuchter - um 1160 ist das älteste freistehende Gusswerk der deutschen Kunstgeschichte.

Das von-Gleichen Epithaph: Das Grabmal entstand im dritten Viertel des 13. Jahrhunderts.

Maria Sedes Sapientiae: In der Zeit um 1155 entstand die romanische Madonna des Erfurter Marien-Domes. Als solche Marriendarstelluing ist die Gottesmutter auch Patronin der Erfurter Studentengemeinde.

Das Sakramentshaus aus der Zeit um 1580 ist ein Meisterwerk der Steinmetzekunst in der Renaissance. In szenenhaften Darstellungen wird die Spendung der 7 Sakramente gezeigt: Taufe, Firmung, Buße, Ehe, Priesterweihe, Eucharistie, Krankensalbung.

Das Heilige Grab ist ein Andachtsbild, das uns die Liebe Christie bis zum Tod vor Augen stellen möchte und zugleich Hoffnung auf Auferstehung der Toten gibt. Der Grabchristus wurde um 1420 aus Lindenholz geschnitzt. Auch die Grablade wurde am Anfang des 15. Jahrhunderts hergestellt, jedoch erst in späterer Zeit bemalt.  In einem Augsburger liturgischen Buch des 11./12. Jahrhunderts wird das Begräbnis des Kreuzes und der Hostie beschrieben, so das eine "Hostienhöhle" im Corpus des Crucifixus geschaffen werden musste. Die großen Wundmale des Grabchristus in Erfurt könnten zur Aufbewahrung von Hostien gedient haben.

Das 8,80 x 5,95 m große Wandgemälde des Hl. Christopherus wurde 1499 mit Ölfarbe auf den Sandstein gemalt. Es zeigt den heiligen Christopherus, den Christusträger, der - wie die Legende erzählt - Christus diente, indem er anderen half, einen reißenden Fluss zu überqueren. Aufgrund dieser Tätigkeit wird er als Patron der Reisenden verehrt. Die Größe der Darstellung - gleich gegenüber dem Eingangsportal - wird mit der christlichen Überzeugung des Mittelalters begründet, dass das Anschauen eines Bildes des heiligen Christopherus vor einem unverhofften Tod bewahren kann. Rechts über der Schulter des Heiligen ist der Dom mit Kavaten und Freitreppe zu sehen.

Das Grabmal der Familie von Gleichen entstand im dritten Viertel des 13. Jahrhunderts und befand sich bis 1813 in der Basilika des Erfurter Petersklosters. Vieles spricht dafür, dass es sich bei den dargestellten Personen um die Stifter des Petersklosters handelt: den Grafen von Gleichen, seine Gemahlin (links) und seine Mutter (rechts). Gestalterische Elemente erwecken den Eindruck einer gewissen Ähnlichkeit mit Stifterfiguren im Westchor des Naumburger Domes (Reglindis, Hermann, Berchta). Das Grabmal wurde zuweilen mit der Sage von einem bigamistischen Grafen von Gleichen in Verbindung gebracht, was jedoch eines historischen Beweises entbehrt.

Hans Friedemann d.Ä. vollendete 1587 das Taufbecken des Domes. Der Weimarer Künstler Hieronymus Preußer gestaltete zwischen 1585 und 1587 den 18, hohen Überbau, um damit vermutlich die Taufkirchen (Baptisterien) der frühchristlichen Zeit nachzuahmen. An diesem Taufstein lässt sich erklären, was taufe bedeutet: Verbindung zwischen Himmel und Erde. Der Taufstein mündet in den Wolken, aus der Gottvater schaut.

Drei Reliefs aus einem spätgotischen Schnitzaltar (um 1470) schildern die Geburt Christi (Weihnachten), die Anbetung durch die Weisen aus dem Morgenland (Epiphanie) und die Ausgießung des Heiligen Geistes (Pfingsten).

Lucas Cranach d.Ä. zeigt in der Darstellung "Die Verlobung der heiligen Katharina" aus der Zeit um 1522 die heilige Katharina und andere Jungfrauen.

Der barocke Hochaltar des Erfurter Domes
erstrahlt nach umfassender Restaurierung
Querschnitt und Grundriss
des Erurter Domes

Rechts neben dem Dom steht die St.-Severi-Kirche>(--> Wikipedia)

Die Severi-Kirche auf dem Erfurter Domberg wird ab Montag, 19. Juni bis voraussichtlich zum Spätsommer nächsten Jahres geschlossen.

Weder Gottesdienste noch Besichtigungen können in dieser Zeit stattfinden. Der Grund für die Maßnahme sind die Sanierungsarbeiten an den Türmen der Kirche, die gemeinsam mit dem benachbarten Marien-Dom als Wahrzeichen der Stadt Erfurt gilt.

Die Gottesdienste der Severi-Gemeinde werden in den Dom und in die Martini-Kirche im Brühl verlagert (sonntags: 8.00 Uhr St. Martini, 9.30 Uhr Dom-Langhaus, Werktagsgottesdienste 7.30 Uhr Hoher Chor des Domes).

Die Theologische Fakultät im Domkreuzgang:

Sie ist die einzige katholisch-theologische Hochschule in Ostdeutschland mit einem vollen Diplom-Studiengang im Fach Katholische Theologie. Mit knapp 50 Jahren ist sie relativ jung. Das hat ihr die Dynamik und Flexibilität bewahrt, die besonders in der Zeit nach 1989 gefordert ist.

Fast alle Professoren sind, wie in Deutschland üblich, habilitiert, d.h. auf ihrem Gebiet ausgewiesene Fachleute mit teilweise internationaler Erfahrung - einige haben zeitweise im Ausland studiert oder dort Gastvorlesungen gehalten. Die meisten von ihnen sind Priester, die über die wissenschaftliche Qualifikation hinaus langjährige Erfahrung mit praktischer Seelsorge haben. Sie kennen die Situation in den Gemeinden und im Land gut.

Besonderer Augenmerk der Theologie in Erfurt gilt der ungewöhnlichen konfessionellen Lage im Osten Deutschlands. Eine Reihe von Forschungsvorhaben der Hochschule befassen sich mit dieser neuen Herausforderung, die für ganz Europa kennzeichnend werden kann. Wer diese Situation und damit die Zukunft näher kennenlernen und reflektieren will, ist in Erfurt richtig.

Die Anzahl der Studenten (etwa 150) - Priesteramtskandidaten, Ordensleute, Laientheologinnen und -theologen, Lehramtsstudierende, Aufbaustudenten, Gasthörer - ist überschaubar. Zunehmend studieren auch ausländische Studenten, vor allem aus den baltischen Staaten, in Erfurt.

Der Kontakt zu den Professoren und Dozenten ist rasch gefunden. Probleme und Fragen inhaltlicher oder organisatorischer Art sind so leicht zu klären. Das macht das Studium effektiv. Die Studierenden haben außerdem einen Studentenrat, der gemeinsam mit den Professoren den Fakultätsrat bildet (vormals "Erweiterte Konferenz" - historische Anmerkung: eines der wenigen demokratischen Hochschulgremien zur DDR-Zeit). Diese Konferenz ist ein demokratisch arbeitendes Gremien zur Klärung und Abstimmung wichtiger Fragen wie z.B. Lehrstuhlbesetzungen. Darüber hinaus organisieren der Studentenrat und die einzelnen Semester-Kurse das Studentenleben der Hochschule: Erstsemester-Aufnahme, Fasching, Hausmusikabend, Gottesdienste etc. (siehe die aktuellen Termine und Nachrichten).

Faszinierend für alle Besucher ist die Atmosphäre unserer Hochschule: Sie liegt nämlich mit ihren Vorlesungs- und Seminarräumen im Kreuzgang-Komplex des gotischen Domes, eine Insel für sich und doch mitten im Zentrum der Stadt. In den Vorlesungsräumen hat übrigens schon Luther gesessen. Im Sommersemester sind interessierte Erfurter - auch die Studierenden der Hochschule - zu den abendlichen Kreuzgang-Gesprächen eingeladen, um Vorträge zu hören und in romantischer Umgebung zu diskutieren.

Wer sich einfach einmal umschauen möchte und sich dazu rechtzeitig beim Rektorat anmeldet, ist herzlich willkommen.

Trotz des mittelalterlichen Ambiente ist die Hochschule mit modernsten technischen Geräten ausgestattet (Computer, Kopiergeräte, Projektoren, Mikrofonanlagen, seit Anfang 2000 auch Internetanschlüsse für Studierende etc.). Eine Ausleih-Bibliothek mit etwa 100.000 Bänden, die ständig ergänzt werden, erleichtert die Literaturbeschaffung. Inzwischen leiht auch die Universitätsbibliothek Erfurt aus. Sie verfügt inzwischen über mehr als 300.000 Bände und betreibt eine effektive Fernleihe. Was in der Hochschule an Literatur fehlen sollte, ist auf diesem Weg leicht erreichbar.

Zum Bistum Erfurt und zum Domumfeld gehört auch ein  Priesterseminar. Es ist in den 50er Jahren gebaut worden und wird inzwischen schrittweise modernisiert. Die Seminaristen studieren an der Theologischen Fakultät der Uni. Der Bischof von Erfurt wohnt gleich nebenan am Hermannsplatz.

Erfurt ist konfessionell gemischt, wobei die "Konfessionslosen" wie fast überall in Ostdeutschland die Mehrheit bilden. Die Stadt verfügt jedoch über ein vielfältiges katholisches und ökumenisches Leben. Verschiedene Wallfahrten und die traditionell ökumenische Martinsfeier am Vorabend des 11. November versammeln jährlich Tausende am und im Erfurter Dom - die "Gloriosa", die größte freischwingende erhaltene mittelalterliche Glocke der Welt ruft sie zusammen. Die meisten Erfurter Gemeinden haben ihre Pfarrkirchen im Stadtzentrum. Zwei Gymnasien in kirchlicher Trägerschaft - die katholische Edith-Stein-Schule und das evangelische Ratsgymnasium - prägen das kulturelle Leben der Stadt mit. Die Katholische Studentengemeinde ist nur wenige Minuten von der Hochschule entfernt.

Die Stadt Erfurt selbst ist mit etwa 200.000 Einwohnern eine Großstadt und doch überschaubar: mittelalterlicher Stadtkern, große Jugendstil-Areale, Parks entlang des Flusses Gera

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